Linux – eine alternative für den Desktop?

Linux Alternative für den Desktop

Linux- eine Alternative für den Desktop? Kauft man sich einen neuen Computer, ist meist das marktübliche Betriebssystem aus Redmond installiert. Man schaltet den PC an und ist auf der gewohnten Umgebung, die jeder kennt. Ausnahmen bilden die Betriebssysteme auf dem Handy und Tablet.

 

Kleine und mittelständische Unternehmer sind froh, wenn alles funktioniert und es Programme für Büro und Verwaltung gibt. Mit der Zeit wird der PC dann immer langsamer oder man fängt sich einen Virus oder Trojaner ein. Dagegen kauft man weitere Software, die einen vor Schaden bewahren soll. Durch die Marktmacht und die weite Verbreitung des Bekannten, wird es leider auch Zielscheibe für Angriffe von Hackern. Jede Generation stellt höhere Anforderungen an die Hardware. Was soll ’s , dann kauft man eben ein neues Notebook, einen neuen PC, damit alles wieder schneller läuft. Danach geht das Spiel wieder von vorne los.

 

Die andere Fraktion ist Fan des Systems aus Cupertino. Hier gibt es allerdings eine Einschränkung, denn man muss die entsprechende Hardware erwerben, um die Systeme genießen zu können. Von Handy bis PC ist dies ein eigenes Ökosystem, das zwar teuer aber gut ist. Gibt es denn nichts, das überall läuft und trotzdem einfach zu bedienen ist? Und was kostet es?

 

Gerade als kleiner Unternehmer oder Freiberufler sollte man einen Blick auf Linux werfen. Wobei der Begriff Linux hier nur ein Oberbegriff ist. Der Kern des Betriebssystems heißt Linux. Es gehört zu den sogenannten unixartigen Betriebssystemen. Ein Abkömmling des altehrwürdigen UNIX. Obendrein ist es ein Open Source Betriebssystem. Der Code ist quelloffen und viele Leute arbeiten an dem System, um es immer weiter zu verbessern. Fehler werden schnell ausgemerzt und Viren und Trojaner haben im Grunde keine Chance.

 

Linux – erkennen Sie die Möglichkeiten!

 

Statt nur eines „Linux“ gibt es hier viele verschiedene Distributionen, das sind Zusammenstellungen aus Oberflächen, Programmen und weiteren Bausteinen, um den Kern herum. Während die kostenpflichtige Konkurrenz aus einem Guss, mit nur einer Oberfläche besteht, kann man sich hier das auswählen, was zu einem passt. Das klingt seltsam, wenn man aus den beiden anderen Welten kommt, bietet aber viele Vorteile.

 

Hat man beispielsweise einen alten Rechner oder ein Notebook, das ungenutzt im Schrank steht, kann man das mit einem Ressourcen schonenden Linux-Betriebssystem wieder zum Leben erwecken. Hier gibt es leichte, einfache Betriebssysteme und Systeme für aktuelle Hardware.

 

Ja, aber ist Linux nicht zu kompliziert in der Bedienung? Dieses Argument ist längst veraltet. Es ist nicht schwerer zu bedienen als die bekannten Systeme. Sehr beliebte Systeme sind Ubuntu und Linux Mint. Mit leicht zu bedienenden Oberflächen, die den bekannten und gewohnten Oberflächen sehr ähnlich sind. Das heißt aber nicht, das es genau gleich zu bedienen ist. Eine kleine Lernkurve gibt es. Die hat man aber auch, wenn man von Redmond nach Cupertino wechselt.

 

Linux- Software gibt es genug

 

Software gibt es genug. Immer mehr Hersteller bieten auch eine Linux Variante an. Open Office, Firefox, Google Chrome etc. laufen auch auf Linux. Vieles nutzt man in der Cloud, so das es auch hier kein Argument dagegen gibt. Anders sieht es aus, wenn man eine bestimmte Branchensoftware benötigt. Bei Linux gibt es in diesem Fall bestimmt eine Alternative, die ähnliche Funktionen bietet.

 

Wenn es so toll ist, warum haben es dann nicht alle? Das liegt zum Einen daran, das auf den meisten Rechnern das Bekannte vorinstalliert ist. Man macht sich nicht die Mühe, extra ein neues System aufzuspielen. Erst wenn es kaputt gegangen ist, fängt man an zu überlegen. Oder wenn jemand davon erzählt.  Open Source bedeutet auch, das es hier keine Marketing Maschinerie gibt. Vielleicht änderst sich das demnächst, wenn der chinesische Software-Riese Huawei kein Zugriff mehr auf amerikanische Systeme bekommt. Es gibt hier ein Linux, das auf deren Notebooks ausgeliefert wird. Es steht den bekannten Systemen in Nichts nach. Über die Webseite „Distro Watch“ können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen, was es alles gibt. Natürlich gibt es auch unzählige YouTube Videos, die darüber aufklären und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

 

Das Beste kommt zum Schluss. Diese Betriebssysteme sind kostenlos und frei verfügbar. Sie laufen auf fast jeder Hardware, und Drucker, Scanner und Co. werden ebenfalls sofort erkannt.

 

Fazit: Der Umstieg auf Linux lohnt sich. Besonders, wenn man seine Ruhe vor ständigen Updates und Aufrüstungen haben möchte. Im Unternehmensalltag erfüllt es die gleichen Aufgaben und ist stabil wie ein Felsen. Kleine Unternehmen und Freiberufler können damit sehr gut arbeiten. Wir tun das auch.

 

 

 

 

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Posted by: worf1155 on

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